Navigation überspringen
In Ihrer Region

Angebote für Alarmsysteme


Hier klicken

Ablauf des Alarms – Wie funktioniert die Alarmanlage?

Inhaltsverzeichnis:

Die Alarmzentrale ist das Gehirn Ihrer Sicherheitsanlage — hier laufen alle Sensordaten zusammen und hier werden die Reaktionen ausgelöst: Sirene, Benachrichtigung, Wachdienst. Dieser Ratgeber erklärt, wie eine moderne Alarmzentrale funktioniert, welche Sensoren angeschlossen werden und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Das Wichtigste auf einen Blick

• Die Alarmzentrale verbindet alle Sensoren und steuert die Reaktion bei einem Alarm
• Moderne Zentralen kommunizieren per IP und Mobilfunk — ISDN ist seit 2018 abgeschaltet
• Funk-Zentralen sind leicht nachrüstbar, Draht-Systeme bieten maximale Sabotagesicherheit
• Smart-Home-Integration: App-Steuerung, Push-Benachrichtigungen, Kamera-Verknüpfung
• VdS-Zertifizierung ist für Versicherungsschutz oft Voraussetzung

Welche Sensoren werden an die Alarmzentrale angeschlossen?

Die Sensoren sind die Augen und Ohren Ihrer Anlage. Je nach Sicherheitsbedarf können verschiedene Sensortypen mit der Zentrale verbunden werden:

Sensortyp

Was er erkennt

Typischer Einsatzort

Bewegungsmelder

Wärmestrahlung von Personen

Flure, Wohnräume, Außenbereich

Tür-/Fensterkontakte

Öffnung von Türen und Fenstern

Alle Zugangspunkte

Glasbruchsensoren

Einschlagen von Glas (akustisch oder per Vibration)

Fenster, Glastüren, Wintergarten

Erschütterungsmelder

Vibrationen durch Aufhebeln oder Bohren

Türen, Wände, Tresore

Rauchmelder

Rauchentwicklung

Alle Wohn- und Schlafräume

Wassermelder

Austretendes Wasser

Keller, Bad, Waschküche

Überfalltaster

Manueller Notruf durch den Bewohner

Schlafzimmer, Kassenbereich

Was passiert bei einem Alarm?

Wenn ein Sensor einen Einbruchsversuch meldet, reagiert die Alarmzentrale in Sekundenbruchteilen. Moderne Systeme lösen mehrere Aktionen gleichzeitig aus:

  1. Sirene aktivieren — 90 dB innen, bis 105 dB außen. Oft mit Blitzlicht kombiniert
  2. Besitzer benachrichtigen — Push-Nachricht, SMS oder Anruf auf das Smartphone
  3. Wachdienst alarmieren — Professionelle Leitstelle prüft und entsendet bei Bedarf Einsatzkräfte
  4. Kamera-Aufnahme starten — Bei integrierten Systemen werden Kameras automatisch aktiviert
  5. Beleuchtung einschalten — Abschreckung und bessere Sichtbarkeit

Gewerbliche Objekte können direkt mit Polizei oder Feuerwehr verbunden werden (Aufschaltung). Im Privatbereich ist dies in der Regel nicht möglich — hier wird ein zertifizierter Wachdienst zwischengeschaltet.

Alarmübertragung: IP und Mobilfunk statt ISDN

Seit 2018 hat die Telekom die ISDN-Technik komplett abgeschaltet. Wenn Ihre Alarmanlage noch über ISDN kommuniziert, kann sie im Ernstfall niemanden erreichen!

Moderne Alarmzentralen nutzen zwei unabhängige Übertragungswege:

Übertragungsweg

Funktion

Ausfallsicherheit

IP (Internet)

Primärer Alarmweg über DSL/Glasfaser

Fällt bei Stromausfall aus (ohne USV)

Mobilfunk (GSM/4G)

Backup-Weg über eingebaute SIM-Karte

Funktioniert auch bei Stromausfall (Batterie)

Die VdS verlangt für zertifizierte Anlagen zwei unabhängige Übertragungswege. So funktioniert die Alarmierung auch dann, wenn ein Einbrecher das Internetkabel kappt.

Handlungsbedarf: Wurde Ihre Alarmanlage vor 2018 installiert und seitdem nicht gewartet? Dann prüfen Sie dringend, ob die Alarmübertragung noch funktioniert! Kontaktieren Sie Ihren Errichter für eine Umrüstung auf IP/Mobilfunk.

Funk oder Draht? Die richtige Alarmzentrale wählen

Eigenschaft

Funk-Alarmzentrale

Draht-Alarmzentrale

Installation

Einfach — kein Kabel nötig

Aufwendig — Kabel unter Putz

Ideal für

Bestandsgebäude, Mietwohnungen

Neubauten, Gewerbe

Sabotagesicherheit

Gut (Jamming-Detection)

Sehr gut (Kabel-Sabotage wird erkannt)

Reichweite

30–100 m (868 MHz)

Unbegrenzt (Kabellänge)

Kosten (Anlage)

300–2.000 €

500–3.000 € (+ Installation)

Smart-Home-Anbindung

Meist integriert

Über Schnittstelle möglich

→ Ausführlicher Ratgeber: Funk-Alarmanlagen im Vergleich

Smart-Home-Integration: Die vernetzte Alarmzentrale

Moderne Alarmzentralen sind keine isolierten Geräte mehr — sie sind der Sicherheits-Hub im Smart Home:

  • App-Steuerung: Anlage von überall scharf/unscharf schalten, Status prüfen, Ereignisprotokoll einsehen
  • Automatische Szenarien: Anlage schaltet sich automatisch scharf, wenn alle Familienmitglieder das Haus verlassen (Geofencing)
  • Sprachsteuerung: Statusabfrage über Alexa, Google Home oder Siri (Scharfschalten aus Sicherheitsgründen meist nur per App/PIN)
  • Kamera-Integration: Live-Bild bei Alarm direkt auf dem Smartphone
  • Matter/Thread: Der neue Universalstandard macht Systeme verschiedener Hersteller kompatibel

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

  1. VdS-Zertifizierung: Für Versicherungsrabatte oft Voraussetzung. Klasse A (Privat), Klasse B (Gewerbe), Klasse C (Hochsicherheit)
  2. Erweiterbarkeit: Wie viele Sensoren kann die Zentrale maximal verwalten? (Privat: 20–50, Gewerbe: 100+)
  3. Backup-Batterie: Wie lange läuft die Anlage bei Stromausfall? (Mindestens 12 Stunden, besser 24+)
  4. Zwei Übertragungswege: IP + Mobilfunk — nie nur einen Weg!
  5. App-Qualität: Gute Apps bieten Echtzeit-Push, Ereignishistorie und Fernsteuerung
  6. Sabotageschutz: Gehäuseöffnung, Wandabriss und Funkstörung müssen erkannt werden

Was kostet eine Alarmzentrale mit Aufschaltung?

Leistung

Kosten (ca.)

Funk-Alarmzentrale (Einstieg)

200–500 €

Funk-Alarmzentrale (Profi, VdS)

500–2.000 €

Komplettsystem mit 6–10 Sensoren

800–3.000 €

Wachdienst-Aufschaltung

20–50 €/Monat

Professionelle Installation

300–1.000 € (einmalig)

→ Ausführlich: Kosten und Fördermöglichkeiten für Alarmanlagen

Fazit: Die Alarmzentrale als Herzstück Ihrer Sicherheit

Eine moderne Alarmzentrale vernetzt alle Sicherheitskomponenten, kommuniziert zuverlässig über IP und Mobilfunk und lässt sich per App von überall steuern. Achten Sie auf VdS-Zertifizierung, zwei unabhängige Übertragungswege und gute Smart-Home-Integration — dann sind Sie bestens aufgestellt.

→ Jetzt Alarmanlagen mit Alarmzentrale vergleichen

Quellen: Polizeiliche Kriminalprävention · VdS Schadenverhütung · K-Einbruch Initiative

FAQ - Häufig gestellte Fragen in Kürze

Wie funktioniert eine Alarmanlage?

Die Alarmzentrale empfängt Signale von Sensoren (Bewegungsmelder, Tür-/Fensterkontakte, Glasbruchsensoren). Bei einem Alarm löst sie die Sirene aus, sendet eine Push-Nachricht an Ihr Smartphone und benachrichtigt optional die Notruf-Leitstelle. Moderne Zentralen kommunizieren per IP und Mobilfunk.

Was passiert bei einem Fehlalarm?

Bei einem Fehlalarm löst die Sirene aus und Sie erhalten eine Benachrichtigung. Sie können den Alarm per Code, App oder Fernbedienung deaktivieren. Bei Leitstellenaufschaltung ruft die Leitstelle zunächst Sie an, bevor Maßnahmen eingeleitet werden. Häufige Fehlalarme lassen sich durch Dual-Sensoren und korrekte Montage vermeiden.

Wie lange dauert die Sirene bei einem Alarm?

Die maximale Alarmdauer für Außensirenen beträgt laut VdS-Richtlinie und Landesimmissionsschutzgesetzen 180 Sekunden (3 Minuten). Danach schaltet die Sirene ab, um Lärmbelästigung zu vermeiden. Der stille Alarm (Benachrichtigung an Smartphone und Leitstelle) läuft unabhängig davon weiter.

Brauche ich Internet für meine Alarmanlage?

Für die Grundfunktion (lokaler Alarm mit Sirene) ist kein Internet nötig. Für Smart-Home-Funktionen wie App-Steuerung, Push-Nachrichten und Leitstellenaufschaltung benötigen Sie eine Internetverbindung. Hochwertige Anlagen nutzen zusätzlich eine GSM/LTE-Mobilfunkverbindung als Backup bei Internetausfall.

Was ist der Unterschied zwischen Außen- und Innenabsicherung?

Die Außenabsicherung (Perimeterschutz) überwacht Fenster und Türen mit Magnetkontakten und Glasbruchmeldern — der Alarm wird ausgelöst, bevor der Einbrecher im Haus ist. Die Innenabsicherung nutzt Bewegungsmelder im Gebäudeinneren als zweite Schutzschicht. Ideal ist die Kombination beider Ebenen.

12
TIPP: Jetzt kostenlos anfordern...

Der komplette Ratgeber zur Planung Ihrer Alarmanlage.

Das eBook voll mit Tipps zur Auslegung, Preisen & mehr.

Jetzt eMail-Adresse eingeben und den Button klicken: